Die Mamiya X-Serie
Im Jahre 1972 sollte einen neue Generation von Mamiya Kleinbildkameras das Licht der Welt erblicken. Bisher hatte sich die Firma Mamiya dem Mainstream der Kameras angeschlossen: M42 Schraubgewinde.
Die neue Generation von Kameras sollte ein eigenes Bajonett bekommen, das mit den verschiedenen Nachteilen des M42-Anschlusses aufräumen sollte. Ferner benötigte man Übertragungsmechanismen für die Blende - denn diese neue Generation von Kameras sollte mit Blendenautomatik ausgestattet werden, die über ein M42 System nicht realisierbar war.

mamiya/sekor auto XTL
Eine innovative SLR-Kamera mit Blendenautomatik, Selektiv- und mittenbetonter Gesamtmessung, Motordriveanschluß, Großraummagazin, Objektivsystem von 21mm bis 800mm und reichlich Zubehör.

Mamiya AUTO X 1000
Die elegante Nachfolgerin der auto XTL mit optimierter Bedienung.

Geburt einer neuen Generation
Die neue Kamera-Serie von Mamiya erweist sich als innovativ - ihrer Zeit sogar voraus. Das "digitale" Zeitalter ist noch nicht angebrochen. Ein LCD steht also für die vielen Informationen innerhalb des Kamerasuchers nicht zur Verfügung. Trotzdem hat man den Eindruck, man sehe in ein "Informationssystem" heutiger Kameras. Der Sucher informiert über eingestellte Zeit, die eingestellte oder automatisch ermittelte Blende und die Belichtungsart.
Die Kamera ist auf Beldenautomatik umstellbar - derartige Automatiken sind noch rar zu dieser Zeit. Außerdem verfügt die Kamera über zwei Belichtungssysteme - Selektiv- und mittenbetonte Gesamtfeldmessung. Derartiges besitzt nicht einmal eine der Kameras aus der NC oder ZE Serie.

Eine Ära ... von 1972 bis 1975
Mamiya stellte dieses System von 1972 bis 1975 her. Wie üblich in unsere Welt wird man für Innovation zu einem zu frühen Zeitpunkt mit Ignoranz bestraft. Die neuen Features dieses Systems etablieren sich erst Jahre später, nachdem Mamiya diese wieder vom Markt genommen hat. Einige Dinge leben aber in den Nachfolgemodellen der MSX und DSX Serie von Mamiya weiter. Mamiya gibt das ES-Bajonett zugunsten des bisher verwendeten M42-Anschlusses auf. Übernimmt aber das XTL Gehäuse fast komplett in die Mamiya MSX und DSX ... und kann es nicht lassen dem M42-Anschluss doch eine kleine Neuerung zu spendieren: Blendenübertragung.

Mamiya History
Kurzer Abriß der Mamiya KB-SLR Geschichte.

Mamiya ZE 1980 - 1984
Kameras mit integrierter CPU und elektronischem Datenaustausch zwischen Objektiv und Kamera. Es gibt hierz vier Modelle: drei Zeitautomaten (ZE, ZE-2 und ZM) und einen Multi-Automaten (ZE-X). Mamiya lieferte umfangreiches Makrozubehör, Winder und Systemblitzgeräte.

Mamiya NC 1977 - 1980
Blendenautomat mit Mamiya-NC Bajonett. Die Kameras werden rein mechanisch angesteuert. Im Vergleich zu anderen kameras dieser Zeit, ist die NC-Serie sehr kompakt und klein.

Mamiya SX 1975 - 1977
Zwei Kamerasereien: MSX und DSX mit M42-Anschluß. Allerdings mit Übertragung der Blende. Normale M42-Objektive können ebefalls angeschlossen werden. Die DSX Serie besitzt zwei Meßsysteme: Selektiv- und Durchschnittsmessung.

Mamiya TL 1966 - 1972
Klassische M42-Kameras. Highlight ist die 2000DTL mit einer 1/2000 als kürzeste Verschlußzeit.

Prismat 1960 - 1966
SLR-Kameras mit F.C.-Bajonett und Objektiven mit integriertem Verschluß. Die zweite Serie der Prismat-Kameras greift auf einen normalen M42-Anschluß zurück.

Aber ...
... trotzdem wünsche ich Ihnen viel Spaß auf der Entdeckungsreise in die Kamerawelt des Jahres 1972. Falls Sie weitere Informatione oder Anregungen zu dieser Seite haben, nehemn Sie einfach Kontakt über das Kontaktformular oder über das Gästebuch auf.

Weitere Informationen zu verschiedenen Mamiya Kleinbildkameras von mir finden Sie hier:
  • Mamiya ZE 1980 bis 1984: http://mamiya-ze.joerg-mueck.de



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